Bergrettung Altenmarkt/Zauchensee
 
 
Navigation:  Berichte - Erste Hilfe - Hubschraubereinweisung
   
 

 

 


Wie weise ich einen Hubschrauber ein?

 

 

 

 

  • Alarmierung erfolgt über die Leitstelle des ÖRK Radstadt
  • Einsatzort mit genauer Positionsbestimmung (GPS, Koordinaten, markante Punkte etc.)
  • Witterungsverhältnisse (Nebel, Schneefall, Sonnenschein etc.)
  • Anzahl der verletzten Personen
  • Art der Verletzung (intern, chirugisch etc.)
  • Hindernisse im Anflugssektor (Hochspannungsleitung etc.)
  • Weitere Informationen (Taubergung , Arzt anwesend etc.)

 

Der Landeplatz:

Der Landeplatz sollte ein horizontaler, ebener und trittsicherer Aufsetzplatz sein.

Der Landeplatz sollte wenn möglich gut abgesperrt werden (z.B.:Absperrband, Pistengeräte), damit andere Personen nicht gefährdet werden !

Wenn man nach diesen Bedingungen vorgehen würde - dann könnten wir in ganz Zauchensee nie einen Landeplatz finden. (Theorie vs. Praxis)


Der Anflug :

  • keine leichten Gegenstände im Landbereich (Decken, Holzstücke etc.)
  • Fenster und Türen schliessen (z.B.: Pistengerät, Rettungsfahrzeug)
  • Pilot nimmt Funkkontakt mit uns auf (Liftfrequenz - kein sinnloses Herumschalten!)
  • Bevor der Hubschrauber landet fliegt er normalerweise eine kleine Runde um den Einsatzort damit informiert er sich über die nähere Umgebung.

 

Die Einweisung:
  • Windrichtung bestimmen (Schnee oder Gras in die Luft werfen)
  • Wind muss im Rücken des Einweisers sein - HS fliegt gegen den Wind
  • Einweiser muss dort verharren - bis der HS aufsetzt
  • Kontakt (Blickkontakt) mit Pilot herstellen - erst bei OK seitens des Piloten ist ein Entfernen möglich

 

Die Übergabe:
  • Kontakt mit dem Notarzt herstellen
  • Der Notarzt macht den Patienten transportfähig und entscheidet mit welchem Transportmittel der Verletzte abtransportiert wird

 

Indikation eines Notarzthubschraubers:
  • grundsätzlich wenn der Patient notfallmedizinische Versorgung benötigt
  • Seilbergung
  • schweres SHT
  • Bewusstlosigkeit, Atem und Kreislaufstillstand
  • Polytrauma
  • Risikogruppen (very young, very old, very sick) - z.B.: ein Kind mit einem Oberschenkelbruch hat eine ganz andere Priorität als ein Erwachsener mit der selben Verletzung